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Das Türen-Glossar

Ihr Lexikon für klare Orientierung

Fachbegriffe rund um Türen

Türen sind technisch anspruchsvolle Bauteile: Eingangs- und Wohnungstüren müssen Dichtigkeit, Schallschutz, Brandschutz und Sicherheit kombinieren. Dieses Türen-Glossar erklärt die zentralen Begriffe, die bei Planung, Ausschreibung und Betrieb immer wieder auftauchen — verständlich und mit Hinweisen für die Praxis.

                                                               

 

Türen-Glossar A - Z

A – Anschlag

Beschreibt die Öffnungsrichtung einer Tür (DIN links/ rechts). Entscheidend für Planung, Nutzung und Möblierung.

A – Anschlagtür

Klassische Drehtür, bei der das Türblatt seitlich an Bändern befestigt wird.

A – Automatikschloss

Schloss, das beim Schließen der Tür automatisch verriegelt – häufig bei Haustüren für erhöhten Komfort und Sicherheit.

B – Band/ Türband

Bewegliches Verbindungselement zwischen Türblatt und Zarge. Moderne Bänder sind oft dreidimensional verstellbar.

B – Bandseite

Seite der Tür, an der die Bänder sitzen (Gegenteil: Schlossseite).

B – Bodeneinstand

Abstand zwischen Unterkante Türblatt und fertigem Fußboden – wichtig für Funktion, Lüftung und Barrierefreiheit.

B – Brandschutzklasse (z. B. EI30, EI60)

Gibt an, wie lange eine Tür Feuer und Hitze standhält. Entscheidend für Fluchtwege und Vorschriften im Objektbau.

C – CPL-Oberfläche (Continuous Pressure Laminate)

Robuste, widerstandsfähige Oberfläche für Innentüren – besonders geeignet für stark frequentierte Bereiche.

D – Dichtung (Türbodendichtung, Rauchdichtung)

Sorgt für Luft-, Rauch- und Schalldichtigkeit. Absenkdichtungen verbessern zusätzlich den Schallschutz.

DIN-Richtung (DIN links/ DIN rechts)

Normierte Angabe zur Öffnungsrichtung – essenziell für Bestellung und Montage.

E – Einbruchschutz (RC-Klassen)

Resistance Class (RC1–RC6) beschreibt das geprüfte Widerstandsvermögen gegen Aufhebeln und Einbruchsversuche. Bei Wohnungs­baugesellschaften oft Anforderung RC2 oder höher.

E – Einsteckschloss

Standard-Schloss, das in das Türblatt eingelassen wird.

E -Elementmaß

Gesamtmaß aus Türblatt und Zarge – wichtig für Rohbauplanung und Bestellung.

F – Falz / gefälzt / stumpf einschlagend

Gefälzt: Das Türblatt liegt auf der Zarge auf. Stumpf: Das Türblatt schließt bündig mit der Zarge ab (modernes Design).

F – Feuerschutzabschluss

Komplettes Türelement, geprüft als Einheit (Türblatt, Zarge, Beschläge).    

G – Ganzglastür

Tür aus Sicherheitsglas (ESG/VSG) häufig im Innenbereich für mehr Licht und Offenheit.  

G – Gang- und Fluchttür

Tür, die als Rettungsweg dient und besondere Anforderungen erfüllen muss.

H – Haustür

Außentür mit hohen Anforderungen an Wärmedämmung, Sicherheit und Witterungsbeständigkeit.  

H – HPL-Oberfläche (High Pressure Laminate)

Extrem robuste Oberfläche für stark beanspruchte Türen (z.B. Schulen, Kitas). 

K – Klimaklasse

Gibt an, wie gut eine Tür klimatische Unterschiede (Temperatur/ Feuchtigkeit) ausgleicht. Wichtig bei Wohnungseingangstüren.   

K – Kernaufbau

Innenleben des Türblatts (Röhrenspann, Vollspann etc.) – beeinflusst Stabilität, Gewicht und Schallschutz.

L – Lichtausschnitt

Verglasung im Türblatt zur Belichtung von Räumen oder Fluren.         

                                       

M-Mehrfachverriegelung

Mehrere Verriegelungspunkte erhöhen Sicherheit und Dichtigkeit – Standard bei hochwertigen Haustüren.

M – Montagefuge

Spalt zwischen Zarge und Baukörper, wird ausgeschäumt oder gedämmt – entscheidend für Dichtigkeit und Haltbarkeit.

O – Obentürschließer (OTS)

Sichtbarer Türschließer, der die Tür kontrolliert schließt – vorgeschrieben bei vielen Brandschutztüren.

O – Oberfläche

Beschichtung der Tür (Lack, Furnier, CPL, HPL) – beeinflusst Optik und Widerstandsfähigkeit.

P – Panikfunktion (Panikschloss)

Ermöglicht das Öffnen der Tür jederzeit von innen – wichtig für Flucht- und Rettungswege.

P – Profilzylinder

Zylinderschloss (z.B. Europrofil), zentraler Bestandteil der Schließanlage.

R – Rauchschutz (RS-Tür)

Verhindert die Ausbreitung von Rauch im Brandfall – oft vorgeschrieben in Treppenhäusern.

R – Rohbaumaß

Maß der Wandöffnung vor Einbau der Tür – Grundlage für die Planung.

S – Schallschutz (Rw-Wert)

Der Rw-Wert ist ein bewertetes Schalldämmmaß, das angibt, wie gut ein Bauteil Luftschall dämmt, und wird in Dezibel (dB) gemessen. Bei Wohnprojekten, besonders an lauten Straßen, regelt der Schallschutzwert die Wohnqualität. Türblattgewicht und Dichtungssysteme beeinflussen das Ergebnis.

S – Schließblech

Metallteil in der Zarge, in das das Schloss einrastet.

S – Schwelle

Unterer Abschluss einer Tür – wichtig für Dichtigkeit und Barrierefreiheit (z.B. Nullschwelle).

T – Türblatt

Beweglicher Teil der Tür.

T – Türschließer /Selbstschließer

Mechanische Schließhilfen, oft vorgeschrieben bei Brandschutztüren, müssen geprüft und korrekt eingestellt sein.

T – Türspion

Sichtöffnung in der Tür zur Kontrolle von außen.

U – U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient – je niedriger, desto besser die Wärmedämmung (wichtig bei Haustüren).

V – Verglasung (ESG/VSG)

Sicherheitsglasarten:  ESG:Einscheibensicherheitsglas

VSG: Verbundsicherheitsglas

W – Wärmedämmung

Eigenschaft der Tür, Wärmeverluste zu reduzieren – besonders relevant bei Außentüren.

W – Wandanschluss

Übergang zwischen Zarge und Baukörper – fachgerechte Abdichtung ist entscheidend. 

Z – Zarge / Rahmen

Rahmenkonstruktion, die das Türblatt aufnimmt. Präzise Montage ist entscheidend für die Funktion und Langlebigkeit.

Z – Zweiflügelige Tür

Tür mit zwei beweglichen Flügeln – häufig in größeren Öffnungen oder Objektbauten.

Fazit

Das Fenster-Glossar hilft, technische Gespräche fundiert zu führen und Ausschreibungen präzise zu formulieren. Wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie bei Ihrer Ausschreibung und bei der Erstellung eines maßgeschneiderten Leistungsverzeichnisses — praxisgerecht und vergleichbar.